Tagesförderstätte

Der Tag für die Bewohner mit Beeinträchtigung, die nich in die Lebenshilfe Bad Dürkheim fahren, beginnt mit einem gemeinsamen Morgenkreis, in dem Bewohnerinnen und Bewohner sowie Mitarbeitende begrüßt werden und der Tagesablauf besprochen wird.

Anschließend bieten wir in den drei Tagesförderstätten arbeitsweltbezogene Angebote an, die motorische, sensorische und kognitive Fähigkeiten, Kreativität sowie praktische Fertigkeiten erhalten und fördern. In der Tagesförderstätte HolzWERKEN entstehen zum Beispiel Gebrauchsgegenstände für den Eigenbedarf, Schneidebretter und  Ofenanzünder. Die Gartenwerkstatt pflegt Grünflächen, betreibt Upcycling und sammelt Brennholz. Im KreativRAUM werden Filzprodukte hergestellt, Tücher gewebt und mit Ton modelliert. Die Mitarbeitenden stehen den Bewohnern bei Bedarf mit individueller Unterstützung zur Verfügung, zum Beispiel mit Erklärungen, Handführungen oder Hilfsmitteln.

Unterbrochen wird der Vormittag durch eine etwa 20-minütige Teepause, in der wir die Entwicklung sozialer Kompetenzen fördern - etwa das Hören und Erklären von Nachrichten oder die allgemeine Gesprächsführung.

Die tägliche Teilnahme in den Tagesförderstätten wird durch regelmäßig wechselnde Themenschwerpunkte bereichert, die sich an Jahreszeiten, Festen und Bedarfen orientieren, wie zum Beispiel das Ziehen von Setzlingen oder die Vorarbeiten für das Sommerfest und den Weihnachtsbasar. Alle drei Monate bieten wir zudem einen Raumwechsel an, der sich nach individuellen Wünschen und Förderzielen richtet.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen und einer kurzen Ruhepause, wechseln die Angebote am Nachmittag; sie sind täglich unterschiedlich und projektspezifisch. Für Bewohnerinnen und Bewohner, die sich mit einem Wechsel schwertun, gibt es eine offene Werkstatt. Dort finden sich neben bekannten, Sicherheit gebenden Tätigkeiten auch individuelle Beschäftigungsangebote wie Grünholzschnitzen oder Naturdruck-Experimente.

Mit den projektspezifischen Angeboten schaffen wir positive Gruppen- und Gemeinschaftserlebnisse. Lebenspraktische Förderungen wie Stressbewältigung, Zeitmanagement oder Hygiene ergänzen die Angebote, und die Bewohnerinnen und Bewohner können sich in der kulturellen Teilhabe weiterbilden. Dafür existiert ein Lesekreis, es werden Gesellschaftsspiele angeboten, Museums- und Galeriebesuche organisiert oder individuelle Bildungsangebote entwickelt, wie die Aufbereitung des Königsmühlen Kuriers. Durch die Ergo-Bewegung bleibt man fit - mit Reiten, Schwimmen, Wandern oder Eurythmie. Die bildende Kunst, einschließlich Maltherapie sowie dem Erstellen von Skulpturen und Gegenständen, ist ebenso Teil der Arbeitswoche wie rhythmische Exkursionen sowie gemeinschaftliches Trommeln, Tanzen und Singen.

An zwei bis drei Nachmittagen öffnen wir das Königsmühlen-Café. Hier geht es darum, den Lebensraum zu erweitern, den Sozialraum zu erfahren, sichtbar in der Öffentlichkeit zu werden, sich als Teil der Gesellschaft zu fühlen und Kontakte zu knüpfen.

Ziel ist es, die Selbstständigkeit, den Gemeinschaftssinn und die individuelle Entwicklung der Bewohnerinnen und Bewohner zu fördern. Die Angebote sind flexibel und passen sich den Wünschen der Teilnehmenden an. Dabei achten wir konsequent auf Barrierefreiheit und inklusive Zugänge. Fortschritte werden regelmäßig dokumentiert und rückgemeldet, um die individuelle Förderung optimal zu gestalten. Insgesamt ist der Tagesablauf so gestaltet, dass er Stabilität bietet und zugleich Raum für persönliche Entfaltung und soziale Teilhabe eröffnet.

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